Im Januar starten die Winterspiele für Jugend mit Behinderung, es werden auch Ausrüstungsverleihstellen für Behindertensport errichtet

Im Januar wird im Tschechien der erste Jahrgang der Winterspiele für Jugend mit Behinderung stattfinden. Die Spiele werden im Rahmen des grenzüberschreitenden Projekts Tage ohne Barrieren veranstaltet und es wird gemeinsam mit Tschechien auch Österreich teilnehmen. Und zwar dank dem Programm Interreg V-A Österreich-Tschechische Republik. SportlerInnen aus den beiden Ländern werden ihre Leistungen vergleichen können, auch wenn wegen Pandemie jeder nur in seiner Heimat.

Der erste Jahrgang der Winterspiele für Jugend mit Behinderung startet am 13. Januar 2021. Die jungen SportlerInnen werden ihre Leistungen in vier Disziplinen vergleichen können. Und zwar werden es Abfahrtslauf, Skilanglauf, Snowboards und Schneeschuhe. „Wir sind begeistert, dass wir die Veranstaltung von der Winterversion der Spiele prüfen können, womit wir gerne auf die Veranstaltung von Emil Open anknüpfen möchten. Es geht um ein Pilotjahr. Wir haben Erfahrungen mit den Sommerspielen, aber es ist viel schwierigen, Winter zu machen. Wir freuen uns, dass wir das Projekt mit einem erfahreneren österreichischen Partner umsetzen können. Das nächste Jahr wollen wir noch weitere drei Sportarten zugeben – Para Eishockey, Curling und Eiskunstlaufen,“ schildert Pavel Zbožínek von dem Verein Emilova sportovní, der der Leadpartner des ganzen Projektes ist.  Zusammen mit ihm beteiligt sich daran der österreichische Partner, und zwar sogar der Österreichischer Behindertensportverband.

Schon in der ersten Anmeldungsrunde, die im November endete, haben sich fast 200 aus Tschechien TeilnehmerInnen registriert. Das erste Jahrgang der Winterspiel der Jugend mit Behinderung startet also am 13. Januar 2021 und wird insgesamt 4 Tage dauern. „Aus Brünn ziehen wir nach Südböhmen um, wo wir ideale Bedingungen gefunden haben. Für die Wintersports leistet hier hochwertige Pisten und Einrichtungen des Skigebiets Lipno. Der Schlüssel für uns ist die Unterstützung der Region Südböhmen und der gesetzlichen Stadt České Budějovice sowie die enge Zusammenarbeit mit der Universität Südböhmen.“ ergänzt Pavel Zbožínek. Dank der Uni werden auch Duzende von Volunteers zur Verfügung stehen.

Nicht nur Sport treiben, sondern auch Bildung

Ziel des ganzen Projektes ist nicht nur Sport um sich, sondern der Aufbau von der österreichisch-tschechischen Plattform für die Unterstützung von sportlicher Aktivität der Jugend mit Behinderung. Die erwähnten Spiele sind eine der vier Projektaktivitäten. Die zweite sind dann die sog. Roadshows in allen Grenzregionen – Südböhmen, Südmähren, Hochland, Nieder- sowie Oberösterreich.  

Was kann man sich darunter vorstellen? „Diese Veranstaltungen verbinden Bildung, Interaktion und Unterhaltung in einem. Während dieser Ereignisse wollen wir zu der sinnvollen und einfacheren Integration von Behinderten in das Leben der Gesellschaft beitragen.  Die. Die Öffentlichkeit kann auch erleben, wie es ist, mit einer Behinderung zu leben, und zwar auf einer unterhaltlicher Weise. Ein der Ziele ist, die tief verwurzelte Mythen unter Menschen zu zerstören,“ erklärt weiter Zbožínek und erwähnt: „Zu den Konferenzen werden wir die Vertreter der Regionen, fachliche Öffentlichkeit, aber auch Vereine und Verbände einladen, die sich dem Sport für Leute mit Behinderung widmen. Es werden auch Diskussionen in Schulen vorbereitet, wo wir erfolgreiche Paralympiker mit ihren Lebensgeschichten bringen. Der praktische Teil wird so ausschauen, dass wir einfach an Orte mit einer natürlichen Konzentration von Menschen gehen und versuchen, das Thema Sport für Behinderte der Öffentlichkeit vorzustellen.“

Neue Ausrüstung für Menschen mit Behinderung – gratis Verleih

Eine weitere wichtige Aktivität, die das Projekt durchführen wird, ist die Schaffung spezieller Verleihstellen für Sportausrüstung und Geräte für Behinderte. Solche Stellen werden 5 Jahre lang gratis funktionieren. „Wir suchen jetzt die Partner, wo wir diesen Verleih stellen und die es betreiben werden. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, wie die Zugänglichkeit sportlicher Aktivitäten auch für Sportler verbessert werden kann, die beispielsweise aufgrund fehlender Ausrüstung keinen Sport treiben können. Die Familien mit behinderten Kindern müssen oft sehr sparsam wirtschaften und Geld für die notwendigen Hilfsmittel für die Behinderung sparen. Diese Verleihstellen könnten ihnen helfen, weil die fehlende Ausrüstung eben die Barriere sein kann, die wir entfernen wollen.“ Erklärt Pavel Zbožínek.

Nützliche Datenbank: Wo ich Sport treiben kann?

Die vierte Aktivität ist die Erstellung einer praktischen Datenbank, in der körperliche Aktivitäten und Sportmöglichkeiten in der Region erfasst werden. Wir möchten auch allen den Zugang zum Sport erleichtern. Dank dessen kann jeder leicht herausfinden, wo er in einer bestimmten Region Sport treiben kann.

Das Gespräch mit Pavel Zbožínek zu dem ganzen Ereignis finden sie hier.